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Medienberichte

Schule am Opferweg - Minister bringt Geld

07.08.18

Es ist keine einfache Baustelle: "Hausschwamm, Schädlingsbefall, kaputte Balken - wir haben das ganze Programm auf kleinem Raum vorgefunden", sagt Frank Pfefferlein vom Büro Buruckerbarnikol Architekten, das die Sanierung der Schule am Opferweg betreut. So waren beispielsweise die Decken der mehrfach umgebauten Schule so stark überlastet, dass sie sich an manchen Stellen bis zu fünf Zentimeter gebogen haben. Das denkmalgeschützte Gebäude (Baujahr 1894) wird derzeit für gut 10 Millionen Euro als Grundschule mit vier Parallelklassen pro Jahrgangsstufe reaktiviert und erweitert.

Was viel länger dauert, als ursprünglich geplant. Mit dem Projekt „Schule am Opferweg“ war die Stadt Leipzig einer von fünf Siegern des bundesweiten Wettbewerbs „Schulen planen und bauen“ und konnte bereits im April 2013 einen Preis der Montag Stiftung erhalten. Lehrer und Eltern waren an der Diskussion beteiligt, für den historischen Schulstandort ein modernes pädagogisches Konzept zu erarbeiten. Es dauerte aber, bis Leipzig das Projekt in den Haushalt einordnen konnte. Zuletzt gab es eine mehrmonatige Zwangspause, weil die Archäologen des sächsischen Landesamtes das historisch interessante Areal nahe der Gnadenskirche untersuchten und von Münzen, Schmuck über bestattete Tiere bis hin zu zwei Burggräben allerhand zu Tage förderten. Gestern gab es noch die erhoffte Finanzspritze aus Dresden. Kulturminister Christian Piwarz (CDU) übergab einen Fördermittelbescheid. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit 6,645 Millionen Euro aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ an den Kosten. „Leipzig ist eine stark wachsende Stadt. Da sind wir alle gefordert, dafür zu sorgen, dass es mit dem Bau von Kitas und Schulen vorangeht“, sagte Piwarz. Und freute sich über den Baufortschritt am Opferweg.

Mit Schuljahresbeginn 2019/20 soll das Schulhaus in Wahren einen modernen Neustart hinlegen. „Das wird eine der schönsten Schulen Leipzigs. Wir brauchen sie dringend“, so Nicolas Tsapos, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung. Die Paul-Robeson-Grundschule, die sich derzeit das Gebäude mit der gleichnamigen Oberschule teilt, zieht dort ein. Die Räume in der Jungmannstraße werden trotz erfolgten Anbaus für die Oberschule benötigt, die aus allen Nähten platzt und die saniert werden muss. Das fordern Eltern seit Jahren (die LVZ berichtete).

Das Bestandsgebäude am Opferweg wird komplett modernisiert und um einen dreigeschossigen Anbau erweitert. Außerdem erhält die Schule eine neue Einfeldsporthalle. „Das ist auch für den Vereinssport wichtig. Wahren ist ein boomender Stadtteil mit vielen jungen Leuten“, so Stadtrat Andreas Geisler (SPD).

Mathias Orbeck

Quelle: Leipziger Volkszeitung

Flexibilität für Kopf und Raum

30.07.18

Fertigstellung spätestens in einem Jahr: Neubau für Berufliches Trainingszentrum Leipzig wächst

Der Bedarf wächst – und mit ihm ein Gebäude: Weil das Berufsförderungswerk Leipzig mehr Therapie-, Schulungs- und Trainingsräume für die Maßnahmen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen benötigt, nimmt seit April auf dem Sozialversicherungszentrum an der Georg-Schumann-Straße ein Neubau Formen und Etagen an.

Die Immobilie für das Berufliche Trainingszentrum (BTZ) soll dem weiter steigenden Bedarf gerecht werden: Die Anmeldungen nehmen seit der Gründung im September 2016 stetig zu. Testungen, psychologische Beratungen, Arbeitserprobungen oder berufliche Trainings werden hier durchgeführt – in Räumlichkeiten, die über den praktischen Charakter hinaus gehen, nämlich je nach den Anforderungen variabel aufgeteilt werden können. Die Verantwortung für Planungsaufwand und Koordinierung tragen Heiko Kauerauf vom Leipziger Planungsbüro Sisuplan und Jörg Harazin von der HBW Projekt GmbH.

„Der Neubau soll als nördliche Erweiterung des bestehenden Neubaukomplexes des BFW Leipzig vier Vollgeschosse erhalten“, kündigt Kauerauf an. Im ersten Obergeschoss entstehen Büros für die BTZ-Mitarbeiter, die übrigen Etagen sind für Ausbildungsräume vorgesehen. Die erwähnte räumliche Flexibilität ermöglichen modulare, individuell anpassbare Trennwände. Damit kann sich das BTZ schnell an sich verändernde Rahmenbedingungen anpassen – quasi eine architektonische Analogie zu den gewünschten Prozessen in den Köpfen der Teilnehmer.

Gegenwärtig steht die erste Etage im Rohbau, „im Vier-Wochen-Rhythmus werden wir immer ein neues Geschoss fertigstellen und parallel die Rohinstallation der Technikgewerke realisieren“, erklärt Harazin. Großen Wert legen Kauerauf und sein Sisuplan-Team auf Energieeffizienz und hohen Nutzwert.

Das Berufsförderungswerk Leipzig bildet seit über 25 Jahren bedarfsorientiert Menschen aus, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben ausscheiden mussten. Individuell zugeschnittene Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen schaffen neue Möglichkeiten für den Weg zurück in einen Job. Auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation ist das BFW neben der Hauptstelle in Leipzig auch in Branderbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau präsent.

Das berufliche Trainingszentrum ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen – als wichtiger Beitrag, Menschen in den Arbeitsprozess zurückzuführen und zur Beseitigung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft. Außerdem werden verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Heiko Kauerauf geht davon aus, dass das Gebäude spätestens im Sommer 2019 genutzt werden kann. „Wir freuen uns auf die Realisierung dieses spannenden und fordernden Projekts.“

Mark Daniel

Quelle: Leipziger Volkszeitung

Schulanbau eingeweiht

08.12.10

OEDERAN (Hans-Jürgen Apel). Am 2. Dezember war es endlich soweit, Oederans Bürgermeister Steffen Schneider übergab offiziell den Schulhausanbau mit Treppenhaus für die Grund- und Gemeinschaftsschule seiner Bestimmung. 
Dazu waren Stadträte, Bauleute und natürlich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu einer kleinen Feier im neuen Speiseraum zusammengekommen. „Hatten die Schülerinnen und Schüler bisher keine geeigneten Räume zum „Abhängen“ oder auch „chillen“, wie das neuerdings so genannt wird, so hat sich das per heute geändert“, stellte Bürgermeister Steffen Schneider in seiner kurzen Ansprache fest. Licht durchflutet präsentiert sich der neue Speisesaal und damit gleichzeitig der zweite Rettungsweg für das Schulhaus. 1,128 Millionen Euro, sie stammen aus dem Konjunkturprogramm, sind für dieses Bauwerk bereit gestellt worden. 
Natürlich galt der Dank des Bauherren den Planern, den Bauausführenden, den Lehrerkollegien der Grund- und Mittelschule und allen Schülerinnen und Schülern, da sie die Bauarbeiten während des Schulbetriebs über sich ergehen lassen mussten. Und das die Finanzierung dieses Vorhabens relativ problemlos erfolgte, ist Ausdruck dafür, dass das pädagogische Konzept der „Konsultationsschule“ im Bereich der Mittelschule weit über Oederan hinaus Anerkennung gefunden hat. Mit einem kleinen Programm bedankten sich die Schüler beim Oederaner Stadtrat und bei den Bauarbeitern.

Quelle: Wochenspiegel Sachsen