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Medienberichte

Im Handelshof öffnen erste Läden

02.10.08

Fassadensanierung fast fertig / Alte Figuren kehren zurück / Gastronomie am Naschmarkt.

Im Handelshof wird wieder gehandelt. In Kürze öffnen mehrere Geschäfte im zweitältesten Messepalast Leipzigs, den die hiesige Stadtbau AG mit hohem Aufwand saniert. Diesem Samstag öffnen sich die Türen zum ersten neuen Ladengeschäft, das durch die Komplettsanierung des Handelshofes entstanden ist. Auf drei Etagen wird Davud Kücüksakal, Chef der Firma IL Mondo, dann italienische Mode präsentieren. "Unser Shop wird größer als alle sechs bereits existierenden Il-Mondo-Läden zusammen.", freut er sich. "Wir können hier auch eine Schneiderei und Bar anbieten. Zum Start gibt es Freitag bis Sonntag, jeweils 14 bis 19 Uhr, stündlich Modenschauen in der Grimmaischen Straße."

Eine Woche später kommt im Handelshof ein Fossil-Uhrenshop dazu, demnächst noch Mode von Gerry Weber, Tom Tailor und Eterna, ein Einrichtungshaus der Marke Gries Deco sowie ein Café mit Naschwerk von Leysieffer. "Unsere prominentesten Flächen sind alle vermietet", erklärt Kristin Hensel, Sprecherin der Leipziger Stadtbau AG. Auf 4000 Quadratmetern werde in dem 1908/09 errichteten Gebäude künftig Einzelhandel betrieben.

Bei Ihrer Außenwerbung müssen die Shops aber Rücksicht auf die denkmalgeschützte Fassade nehmen, so Hannes Koefer, Technischer Vorstand der Stadtbau AG. "Wir haben größten Wert auf die Wiederherstellung des historischen Originals gelegt, wie der Handelshof vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aussah." Zum Beispiel sind die Türme über den Erkern, die Dachrinnen und Fensterverblechungen nun komplett aus Kupfer gearbeitet. Dies setzt sich mit Kupferleisten an acht Meter hohen Schaufensterbögen fort. "Dort wird der Name der Boutiquen durch einheitliche Schriftzüge aus Messing erscheinen", erläutert die Architektin Cornelia von Domaros. Wie das wirkt, lasse sich schon beim Schuhhaus Leiser besichtigen, das während der gesamten Sanierung im Objekt verblieben war. Unter dem Namen Tizian empfängt es nun wieder an der Front zur Reichsstraße seine Kundschaft.

Neben dem historischen Haupteingang, wo der alte Schriftzug "Handelshof" freigelegt wurde, kehren bald zwei meterhohe Original-Figuren zurück. Bis zum Jahresende soll die Fassadensanierung des gewaltigen Komplexes abgeschlossen sein, sagt Koefer. Dann gehe es mit dem Innenausbau für ein Oberklasse-Hotel mit 180 Zimmern weiter. Wer der Betreiber wird, stehe längst fest. "Den Namen und das Konzept möchte der künftige Betreiber aber zum geeigneten Zeitpunkt selbst verkünden." Die Eröffnung des Hotels sei für Mitte 2010 geplant. Im ehemaligen Mövenpick-Restaurant soll wieder Gastronomie einziehen, die auch den Freisitz auf dem Naschmarkt bespielt.

Im Rathaus lösen die Arbeiten am Handelshof Begeisterung aus. "Das alles ist vom Feinsten", schwärmt Wolfgang Kunz, Leiter des Stadtplanungsamtes. So gibt es auf dem Dach keine hässlichen Würfel, in denen bei anderen Bauten die Klimaanlage verpackt wird. Das Problem: Beim Blick von noch höherer Warte wie etwa dem City-Hochhaus sähe das nicht gut aus. Wenige Schritte entfernt in der Grimmaischen Straße öffnen am 23. Oktober etliche weitere Geschäfte. Im neuen Institutsgebäude der Universität, das der Leipziger Projektentwickler MIB errichtet hat, sind dann Levis, Mc Paper, Puma, Starbucks, ein DM-Drogeriemarkt sowie Tamaris-Schuhgeschäft zu finden.

Quelle: Leipziger Volkszeitung, 02.10.2008

Preisverleihung Ideenwettbewerb TU Bergakademie Freiberg

07.11.07

Pressemitteilung SIB NL Chemnitz, Gruppe PBT1

Der spürbare Klimawandel und dessen Auswirkungen sind schon heute für jeden unmittelbar spürbar und bestimmen zunehmend die Tagesordnungen der Politik. Der Freistaat Sachsen unternimmt große Anstrengungen, um mit aktiven Maßnahmen die Emission klimaschädlicher Gase, insbesondere von CO2, zu reduzieren. Eine Verwaltungs-vorschrift Energieeffizienz und zusätzliche finanzielle Mittel für unterschiedliche Programme unterstreichen diese Bemühungen.

Dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) stehen im Rahmen des Sonderprogrammes "Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Bestandsgebäuden des Freistaates" jährlich mehrere Millionen Euro zur Verfügung, um Baumaßnahmen durchzuführen, die eine nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauches versprechen.

Die Niederlassung Chemnitz des SIB/Gruppe Technik lobte unter diesen Rahmenbedingungen einen Ingenieurwettbewerb aus. Wettbewerbsaufgabe war die Entwicklung von Ideen für eine Zentralisierung der Kälteversorgung unter Beachtung und Anpassung der Wärme- und Stromversorgung an der TU BA Freiberg. Dort werden notwendige Kühlleistungen noch durch eine Vielzahl von dezentralen, zum Teil unwirtschaftlichen Systemen vorgehalten.

Gesucht waren innovative Ideen, die in der Bearbeitungstiefe Vorplanung von fachkompetenten Juroren der TU BA Freiberg, der Architekten und Ingenieurkammer Sachsen/Projektgruppe Energie und des SIB/Abt. Technik an Hand der Kriterien zu bewerten waren:

  • Wirtschaftlichkeit
  • Einsatz von regenerativen Energien
  • CO2 Ausstoß, Anteil des Primärenergieeinsatzes
  • Flexibilität des Energiekonzeptes
  • Technikflächenverbrauch
  • Minimierung des Betreiberaufwandes

Um eine Teilnahme hatten sich 9 Ingenieurbüros und -gesellschaften beworben. 8 wurden letztendlich für eine Teilnahme ausgewählt. Nach einer 6wöchigen Bearbeitungszeit gingen 7 Arbeiten bei der Niederlassung Chemnitz ein.

Die Qualität der Arbeiten war von unterschiedlichem Niveau. Die herausragende Idee einer Arbeit und die fachlich schlüssige Darstellung eines Konzeptes in der geforderten Planungstiefe machte eine Entscheidungsfindung im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 19.10.2007 in der ständigen Bauleitung der Niederlassung Chemnitz des SIB in Freiberg relativ einfach.

Das Ingenieurbüro Haupt aus Leipzig gewann ... den Wettbewerb und die ausgelobte Prämie von 10.000 Euro. Mit diesem Grundgedanken konnten sich die Ingenieure des Büros gegen andere Ideen, wie z.B. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung und Erdwärmenutzung in unterschiedlichsten Variationen durchsetzen…

Insgesamt werden ca. 3 Millionen Euro für die Umsetzung dieses Konzeptes veranschlagt. Zu einer Vergleichsvariante ähnlich dem Bestand wird eine CO2-Einsparung von ca. 1200 t/a prognostiziert. Das SIB Niederlassung Chemnitz strebt unter der Voraussetzung entsprechender Bearbeiterkapazitäten an, dieses Konzept in den nächsten Jahren innerhalb des Sonderprogramms "Energieeffizienz" umzusetzen.

Am 7.11.2007 findet in der Aula der TU BA Freiberg, Akademiestraße 6 vor geladenen Vertretern der TU BA Freiberg, der Teilnehmer am Wettbewerb, des SIB sowie weiteren Gästen die Siegerehrung statt. Die Wettbewerbsarbeiten werden anlässlich dieses Termins präsentiert. Ab Ende November sind diese dann im Foyer des Verwaltungsgebäudes zu besichtigen.

Geothermieanlage TU Bergakademie Freiberg

02.10.07

FREIBERG: Auf dem Forschungsgelände "Reiche Zeche" in Freiberg wird jetzt auch Wärme aus der Tiefe gefördert: Dort ging gestern eine der weltgrößten Geothermieanlagen mit Sondentechnologie in Betrieb.

Im Oktober begannen die Bohrungen für die sieben Stahlröhren, die nun bis in 95 Meter Tiefe reichen. Dort bringt die Erdwärme mit einer Temperatur von sechs bis zehn Grad Celsius flüssiges Kühlmittel (Propan) zum Verdampfen. Die dabei entstehende Energie kommt per Wärmeaustauscher an den Abnehmer. Im Winter kann damit geheizt, im Sommer Kälte produziert werden.

Sechs Einfamilienhäuser könnten mit der entstehenden Wärmeleistung von 100 Kilowatt beheizt werden, doch die Bergakademie wärmt mit der 150.000 Euro teuren Anlage vorerst eins ihrer Labore. Dort erforschen die beiden Maschinenbaustudenten Martin Schwarz (24) und Steffen Gütlein (23), wie viele Betriebskosten mit dieser neuen Art von Technik eingespart werden können.

Der Energiepark des Instituts für Bohrtechnik und Fluidbergbau beherbergt bereits weitere Anlagen für die Gewinnung erneuerbarer Energie: Windräder, Biomassefeuerung, Solarzellen und Sonnenkollektoren. Das neue Projekt wurde zu 60 Prozent von Landesamt für Umwelt und Geologie gefördert. Insgesamt werden ca. 3 Millionen Euro für die Umsetzung dieses Konzeptes veranschlagt. Zu einer Vergleichsvariante ähnlich dem Bestand wird eine CO2-Einsparung von ca. 1200 t/a prognostiziert. Das SIB Niederlassung Chemnitz strebt unter der Voraussetzung entsprechender Bearbeiterkapazitäten an, dieses Konzept in den nächsten Jahren innerhalb des Sonderprogramms "Energieeffizienz" umzusetzen.

Quelle: Chemnitzer Morgenpost, 02.02.2007
Fotos: Zschage